Gunpowder – Serienkritik

Regie: J Blakeson Erscheinungsjahr: 2017

InhaltKeine Spoiler!

Die Miniserie namens Gunpowder führt uns in das England des 17. Jahrhundert und beschreibt die Ereignisse rund um den „Gunpowder Plot“, einen Sprengstoffanschlag auf König Jakob I., seine Familie und seine gesamten Parlamentarier während einer Parlamentseröffnung am 5. November 1605. Der Adelige Robert Catesby (Kit Harington) plant mit einigen anderen diesen Anschlag um die Unterdrückung der Katholiken durch die protestantische Regierung zu beenden.

Kritik

Die Miniserie hat auf jeden Fall Charme. Die Kostüme und Schauplätze wirken authentisch und lassen den Zuschauer ganz leicht in das Mittelalter eintauchen. Einige Folter- und Hinrichtungsszenen sind sicher nichts für sensible Gemüter.

Überraschend ist, dass das Publikum recht schnell mit den Verschwörern sympathisiert und sich auf ihre Sichtweise einlassen kann. Man spürt zu jeder Zeit deren Verzweiflung darüber, dass sie nur aufgrund ihres Glaubens gejagt, gefoltert und hingerichtet werden. Dadurch dass wir den ganzen Gunpowder Plot aus der Sicht der Verschwörer sehen und erleben und auch erfahren, was ihnen zuvor schon alles zugestoßen ist, stellt man sich eben schnell auf deren Seite.

Der Verlauf der Geschichte ist sehr nah an den tatsächlichen Ereignissen , wodurch das Gefühl der Authentizität nochmal unterstrichen wird. Die Kampfszenen sind gut choreographiert, wirken dabei aber nicht übertrieben. Die Kamera fängt viele Nahaufnahmen ein, ist insgesamt passend zur Epoche eher düster und kaum farbenfroh. Musik spielt in der Serie nur eine untergeordnete Rolle.

Kit Harington und Liv Tyler als die einzig wirklich bekannten Schauspieler machen in ihren Rollen eine sehr gute Figur, aber auch die anderen Schauspieler liefern eine solide und vor allem glaubwürdige Leistung ab.

Fazit

Auf jeden Fall eine interessante Serie für alle Fans von Historien- und Mittelaltergeschichten. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, wird wahrscheinlich eher enttäuscht werden.

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