Was das Herz begehrt – Filmkritik

Regie: Nancy Meyers Erscheinungsjahr: 2003

Liebeskomödie aber anders

Marin (Amanda Peet) ist eine junge Frau, die mit ihrem neuen Freund Harry (Jack Nicholson) einen Ausflug in das Strandhaus ihrer Mutter macht. Sie wollen dort ein vergnügliches Wochenende verbringen. Unverhofft treffen sie aber dort auf Marins Mutter (Diane Keaton) und Tante. Die Mutter ist nach dem ersten schiefgelaufenen Kennenlernen auch nicht sonderlich begeistert von Harry, denn er ist locker doppelt so alt wie Marin.

Dennoch einigen sich alle darauf, doch über das Wochenende zu bleiben, schließlich will keiner die Pläne des anderen über den Haufen werfen. Doch schon am ersten Abend beim Dinner läuft alles eher mäßig. Als Harry dann auch noch einen Herzinfarkt erleidet, geht alles gründlich baden.

Harry sollte eigentlich im Krankenhaus bleiben, doch dort hält er es nicht lange aus. Sein einzige Chance ist es, im Strandhaus unter zu kommen, damit er im Notfall seinen Arzt Dr. Mercer (Keanu Reeves) erreichen kann. Marins Mutter Erica ist von diesen Plänen gar nicht angetan. Sie kann Harry nicht leiden und hat auch nicht im Geringsten vor, daran etwas zu ändern. Ihrer Tochter zuliebe stimmt sie dann aber zu, nur um kurz darauf festzustellen, dass diese wieder abreist und Erica somit alleine für Harry sorgen muss.

Dr. Mercer, der bereits im Krankenhaus festgestellt hat, dass Erica eine berühmte und von ihm bewunderte Bühnenautorin ist, schneit daraufhin öfter mal im Haus herein, um sich nach seinem Patienten Harry zu erkundigen und natürlich, nicht ganz uneigennützig, zarte Bande mit seiner sehr von ihm verehrten Erica zu knüpfen. Erica ist davon auch nicht abgeneigt und lernt doch zwischenzeitlich auch Harrys andere Seite kenne von der sie überrascht und angetan ist.

Wo die Liebe hinfällt

Was das Herz begehrt ist ein toller, erwachsener Liebesfilm mit vielen Aspekten zum Lachen und Weinen. Es treffen hier erwachsene Menschen aufeinander, die durchaus schon einiges an Lebenserfahrung gesammelt haben, manchmal Vorurteile haben und mit diesen konfrontiert werden.

Mir haben an diesem Film alle Charaktere gut gefallen, besonders angetan war ich aber von Diane Keaton, die so erfrischend spielt, so authentisch ihre Rolle einnimmt und die man einfach gern habe muss. Sie hat in diesem Film viele spannende Charakteränderungen, die sie ganz easy aus dem Ärmel schüttelt. Auch verleiht sie manchen Szenen ihre (unfreiwillige) Komik. Jack Nicholson ist ein Schauspieler, den ich schon in einigen Filmen gesehen habe und dessen Talent ich sehr schätze. Wenn ich an ihn denke, fällt mir sofort der Film „About Schmidt“ ein, den ich damals sogar im Kino gesehen habe und obwohl ich eigentlich zu jung für die ganzen Themen des Films war, ich seine schauspielerischen Leistungen direkt zu würdigen wusste. Nicholson ist sich auch in diesem Film für fast nichts zu schade, seine Charakterentwicklung vollzieht er sehr glaubhaft. Keanu Reeves als Dr. Mercer hier mal wieder in einer seiner vielen guten Rollen. Ihm wird oft nachgesagt, dass er mimisch kaum schauspielert, quasi nur einen Gesichtsausdruck drauf hat. Meine Meinung ist die, dass er einfach sehr subtil spielt. Das sieht man auch hier im Film zum Beispiel ganz am Ende, wenn sein Charakter eine spürbare Änderung vollzieht, muss man mal drauf achten.

Für mich eine rundum gelungene Liebeskomödie, deren Ende allerdings die ein oder andere Frage offen lässt.

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