Regie: Neil Burger Erscheinungsjahr: 2017
Inhalt – Achtung Spoiler!
Dell (Kevin Hart) ist arbeitslos und hat eigentlich auch keine Lust sein Leben in den Griff zu bekommen und Arbeit zu finden. Er benötigt für seine Bewährungshelferin ein paar Unterschriften um nachzuweisen, dass er sich um Arbeit bemüht und wird so zu seinem Leidwesen vom schwerstbehinderten Philip (Bryan Cranston) eingestellt, als dessen Lebenshelfer. Zunächst hat Dell darauf keine Lust, aber die finanziellen Nöte in denen er steckt zwingen ihn dazu, den Job halbherzig anzunehmen. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den Männern eine einzigartige Freundschaft, sie brauchen und ergänzen sich gegenseitig.
Kritik
Ja, wir kennen alle den französischen Film, auf dem dieser hier beruht. Mein Bester & ich war wahrlich kein Erfolg, weder bei den meisten Kritikern noch beim Publikum kam der Film wirklich gut an. Warum sollte man ihn aber trotzdem schauen? Zugegeben, es ist ein bisschen schwierig nicht voreingenommen an die Sache heranzugehen, wenn man den Originalfilm schon kennt. Die Story und die Hauptcharaktere bleiben in weiten Teilen gleich, aber es gibt dennoch Unterschiede: Mein Bester & ich ist ein amerikanischer Film und das merkt man auch sogleich.
Dies ist aber nichts schlechtes, denn der Film wurde nicht einfach platt nach Amerika verlagert und ansonsten genau so belassen. Es wurde an einigen Stellschrauben gedreht, zum Beispiel hat Dell einen Sohn, um den er sich kümmern möchte und er hätte auch nichts dagegen, die Exfrau und Mutter des Jungens zurückzuerobern. Philip wohnt nun in einem New Yorker Penthouse, seine Vorliebe für klassische Musik und Kunst hat er behalten.
Der Film fühlt sich aber einfach anders an. Wenn man sich auf ihn einlässt, kann man einen wunderbaren, berührenden Film erleben, der auch stellenweise eine ganz andere Komik besitzt als das französische Original.
Kevin Hart und Bryan Cranston werden ihren Rollen sehr gut gerecht, sie passen zusammen, Nicole Kidman ist eine tolle Überraschung in ihrer Rolle als zurückhaltende Yvonne. Der Film ist ein gelungenes Remake und nicht einfach nur ein platter Transfer der Schauplätze nach Amerika.
Fazit
Wer den Film „Ziemlich beste Freunde“ mochte und sich davon frei machen kann, dass dieser Film genauso sein muss, wie seine Vorlage, der kann hier sehr viel Spaß haben. Aber auch wer das Original nicht kennt, sollte ihn anschauen und sich einfach mitnehmen lassen.