Regie: Alex Proyas Erscheinungsjahr: 1994
Inhalt
Ein junges Paar, Shelly und Eric (Sofia Shinas und Brandon Lee) wird in der „Teufelsnacht“ von einer Bande Typen überfallen und ermordet. Eric steht nach einem Jahr wieder aus seinem Grab auf und geht los, um den Tod seiner Verlobten Shelly zu rächen. Dabei versetzt er die ganze Untergrundszene der Stadt in Angst und Schrecken und räumt zielsicher auf.
Kritik
The Crow ist ein düsterer Film, der genau so sein will. Erics Motive werden direkt am Anfang unmissverständlich klar gemacht und als Zuschauer zweifelt man nicht eine Sekunde daran, dass er der Held der Story ist und man fiebert pausenlos bei seinem Rachefeldzug mit. Die ganze Story ist sehr temporeich erzählt, mit einigen recht blutigen und brutalen Szenen, sodass die Freigabe ab 18 Jahren definitiv gerechtfertigt ist. Actionfilmfreunde kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Brandon Lee, der leider bei den Dreharbeiten gestorben ist, spielt seine Rolle so überzeugend, man leidet mit ihm, dann kämpft man auch seinen Kampf mit. Man kann sich so leicht mit ihm identifizieren, dass es einfach Spaß macht. Denn obwohl es so ein düsterer Film ist, er macht definitiv Spaß.
Eric lässt aber auch Shellys Freundin Sarah (Rochelle Davis) nicht hängen. Zwischen dem Abschlachten der Bösen findet er noch Zeit, ihre Mutter von den Drogen zu kurieren und ihr klar zu machen, dass ihre Tochter eine Mama braucht. Ich finde es schön, dass der Nebenfigur Sarah hier so viel Aufmerksamkeit zuteil wird, dadurch fühlt sich die Story rund an.
Auch dem Polizist Seargant Albrecht (Ernie Hudson) stattet Eric einen Besuch ab, wodurch diese Figur ebenfalls die benötigte Tiefe erfährt, bevor sie im weiteren Verlauf der Geschichte noch der Krähe zu Hilfe eilt.
Fazit
Für mich ein gelungener Film. Der Zuschauer kann ohne Probleme der Story folgen, es gibt auch keinen Zweifel an Erics Heldentum. Er ist der Gute, der die Bösen zur Strecke bringt. Er ist ein Getriebener, der den Tod seiner Geliebten kaum ertragen kann und jeder, der mal geliebt, wird das nachempfinden können. Ich empfehle den Film allen, die Spaß an actionreichen Filmen haben, die ein gutes Tempo vorlegen und keine richtig tiefgründigen Fragen stellen. Wo es einfach auch mal ordentlich zur Sache geht und ein Held präsentiert wird, mit dem man sich leicht identifizieren kann und will.