A Beautiful Mind – Filmkritik

Regie: Ron Howard Erscheinungsjahr: 2001

Inhalt

Ein junger Mathematiker (Russell Crowe) soll für die Regierung streng geheime Codes knacken, die Situation eskaliert zusehends, allerdings auf eine andere Art als gedacht.

Wir haben hier einen Film, der das Leben des Dr. John Nash portraitiert. Zunächst erleben wir ihn als Student der Mathematik, der ziemlich überheblich und auch selbstgefällig ist, allerdings noch gar nichts wirklich geleistet hat. Während all seine Kommilitonen bereits eigene Arbeiten veröffentlicht haben, hadert er noch mit der geeigneten Anfangsidee. Als er die schließlich für sich findet kommt alles ins Rollen und er kann eine brillante Arbeit abliefern, die ihn schlagartig kometenhaft aufsteigen lässt und sich das Ansehen aller an der Universität sichert.

Kritik

Dem Zuschauer fällt schon zu Anfang auf, dass mit Nash irgendwas nicht stimmt. Er wirkt dank Crowe‘s genialer schauspielerischer Leistung im Umgang mit anderen Menschen immer irgendwie seltsam, scheint kleinere Ticks zu haben und sich generell wenig wohl zu fühlen in seiner Haut.

Der Film zeigt die Geschichte aus der Sicht von Dr. Nash, sein Erleben sehen die Zuschauer somit zunächst als die Realität an. Als sich in der Mitte des Films alles ändert und Nash den Verstand immer mehr verliert, wird auch der Zuschauer zusehends verunsichert: man weiß plötzlich nicht mehr so genau, was hier echt ist und was nicht. Das bringt das Publikum in eine recht beklemmende Situation, man leidet vor allem mit Nash permanent mit. Dies ist besonders Crowe‘s starker Leistung zu verdanken. Er hat keine Angst in die Gefühlswelten seines Charakters einzutauchen. Obwohl einiges an diesem Film recht beklemmend ist, macht es dennoch Freude eine solche großartige Darbietung der Fülle an menschlichen Gefühlswelten zu sehen.

Während wir Crowe‘s Charakter sehr tief gehend kennenlernen, bleibt Jennifer Connelly‘s Alicia seltsam an der Oberfläche. Eigentlich möchte man mehr wissen über sie, ihre Gefühlswelten und was sie eigentlich in Nash sieht, warum sie ihn liebt. Doch leider erfahren wir von ihr nicht wirklich viel. Vielleicht ist dies auch der Erzählperspektive geschuldet, die eben eher aus seiner Perspektive erzählt und damit nicht aus ihrer. Was ich gut finde ist, dass Alicia die Möglichkeit bekommt, ihre Zweifel an sich und der Beziehung zu John auszusprechen. Dadurch wird kurz verdeutlicht, dass ihre Liebesgeschichte nicht in den Kitsch abrutschen soll und wird, obwohl die beiden schlussendlich doch zusammenbleiben wollen und werden, was ja angesichts der ganzen Schwierigkeiten doch schon recht hollywoodlike ist.

Insgesamt ist dies ein Film, den wirklich jeder gesehen haben muss, schon alleine aufgrund Russell Crowe‘s schier genialer Darbietung.

Fazit

Man muss diesen Film schauen. Ich schreib gerne nochmal, dass Crowe hier einfach so dermaßen krass abliefert, dass man es kaum fassen kann. Selten hat mich ein Schauspieler so sehr beeindruckt wie in diesem Film. Außer vielleicht Leo DiCaprio in Gilbert Grape- Irgendwo in Iowa. Viel Spaß beim Schauen!

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