
Regie: Seth MacFarlane Erscheinungsjahr: 2014
Inhalt
Wie soll man diesen Film in einem Satz zusammenfassen? Es geht um einen jungen Schafbauer, der die Liebe seines Lebens an einen anderen verliert und dann erst mal schwarz sieht. Als eine andere, besondere Frau in der Stadt auftaucht, sie sich verlieben, schöpft er doch wieder Lebensmut.
Kritik
Dieser Film geht an die Schmerzgrenze des Humors. Manchmal ist er tiefschwarz, manchmal einfach nur ekelhaft. Genügend Gags gehen hier mehr als nur unter die Gürtellinie: vor allem an Kotz- und Kackwitzen wird hier nicht gespart, sowas muss man mögen. Fans des Fäkalhumors werden sich hier jedenfalls köstlich amüsieren. Abseits dieser Szenen finden wir aber auch eine niedliche Liebesgeschichte vor, und Seth MacFarlane, der sowohl Regie führt, als auch die Hauptrolle inne hat, schafft es, diese tatsächlich nicht völlig in den Kitsch abrutschen zu lassen. Es gelingt ihm, die ernsteren und die komischen Szenen zu kombinieren und so ein gelungenes Gesamtwerk zu schaffen, das Spaß macht. Zumindest allen, die dem besagten Fäkalhumor nicht abgeneigt sind.
Liam Neeson mal in einem solchen Film zu sehen, hat schon eher Seltenheitswert. Allerdings wird er auch hier seinem Ruf gerecht und spielt dann eigentlich doch wieder fast die altbekannte Rolle, des Typs der sich den Weg freischießen muss. Kennen wir zwar schon zur Genüge, funktioniert aber dennoch einfach gut.
Für mich die größte Überraschung ist in diesem Film aber Neil Patrick Harris, der sich hier echt für keinen noch so dämlichen oder grenzwertigen Gag zu schade ist, was einfach nur genial ist. Er spielt den herrlich überzeichneten Inhaber eines Geschäfts, das alle möglichen Produkte zur Bartpflege vertreibt, der einfach unfassbar großkotzig und selbstverliebt ist. Ja, ich sehe ihn gerne in dieser bekloppten (lieb gemeint!) Rolle.
Zuletzt möchte ich noch ganz kurz auf die Filmmusik eingehen: diese ist, wie der ganze Rest des Films auch, angenehm „drüber“. Sie ist ebenfalls laut und kindisch, unterstreicht damit die Szenen natürlich geradezu perfekt.
Fazit
A Million Ways to Die in the West ist ein Film für alle Freunde des (sehr!) derben Humors. Ihr werdet hier wirklich so viel Spaß haben. Ich sage Angucken! 🙃