
Spoilerfrei!
Regie: Antoine Fuqua Erscheinungsjahr: 2015
Inhalt
Das hart erarbeitete Leben eines Profiboxers zerbricht in wenigen Augenblicken. Von ganz unten muss er sich wieder aufrappeln und einiges gerade biegen.
Kritik
Wieder ein Film in welchem Jake Gyllenhaal auf ganzer Linie brilliert. Sein Charakter Billy Hope hat sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet, er wuchs im Heim auf, hatte nur das Boxen.
Jake Gyllenhaal hat sehr viel Vorarbeit in diesen Film gesteckt, wahnsinnig trainiert und sich vor allem die Skills eines echten Boxers angeeignet. Und das merkt man auch beim Schauen: er ist einfach extrem glaubhaft in seiner Rolle. Wer kann, sollte den Film unbedingt im O-Ton schauen, Jake spricht nämlich einen tollen Slang, was seine Rolle noch authentischer macht, als eh schon.
Forest Whitaker ist ein Schauspieler, den ich ausgesprochen schätze, der immer Herzblut in seine Rollen steckt. Auch in diesem Film bin ich nicht enttäuscht worden. An manchen Stellen hätte man Billy und Tick (Forest) noch etwas mehr gemeinsame Screentime gönnen können, um ihre Beziehung noch mehr zu beleuchten. Aber es geht auch so ganz gut klar.
Rachel McAdams spielt Billys Frau Maureen. Ich mochte sie in dieser Rolle gerne, sie passte einfach zu ihr, da sie das Gefühl der sich sorgenden Ehefrau und Mutter richtig gut rüber bringen konnte.
Wer mich unglaublich überrascht hat, war Oona Laurence, die Billys und Maureens Tochter Leila spielt. Sie hat ein unglaubliches schauspielerischer Talent und spielt außerdem mit einer solchen Intensität, dass mich manche Szenen wirklich direkt ins Herz getroffen haben und mich zu Tränen rührten. Hut ab dafür.
Insgesamt ist dieser Film für mich schwer anzuschauen gewesen. Weil er so gut und so intensiv war. Viele intensive und schwierige Gefühle wurden von den Schauspielern und Schauspielerinnen so gut rüber gebracht, dass ich mich wie gesagt teilweise zu Tränen gerührt fühlte, aber auch Gefühle der Beklemmung hatte, je nach Szene. Der Film schafft es, die Liebesbeziehung von Billy und Maureen zu beleuchten ohne dabei in jeglichen Kitsch abzurutschen.
Wie auch Jake Gyllenhaal selbst in einem Interview sagte, es geht hier eigentlich nicht wirklich um‘s Boxen. Es geht hier um die Lebensgeschichte von Billy Hope, der ganz unten angefangen hat, bis ganz nach oben kam, nur um dann wieder komplett abzustürzen.
Fazit
Ich empfehle diesen Film allen, die Interesse an gut gespielten und intensiven Filmen haben, bei denen es ans (emotionale) Eingemachte geht.