Spoilerfrei!
Regie: Duncan Jones Erscheinungsjahr: 2011
Inhalt
Ein Attentäter plant einen Anschlag auf die Innenstadt von Chicago. Ein Captain der US-Army wird darauf angesetzt, ihn zu finden, um den Anschlag zu vereiteln.
Kritik
Dieser Film spielt mit dem Paradigma der Zeit und dehnt dabei die Grenzen des Vorstellbaren aus. Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) wird durch ein Computerprogramm, den Source Code, in die Lage versetzt, in eine bereits vergangene Szenerie einzusteigen. Er kann sich in dieser frei bewegen, hat aber einen genauen Auftrag: er soll den Attentäter finden. Alles andere ist absolut zweitrangig.
Im Film werden die großen Fragen des Lebens und der Ethik beleuchtet. Ist die Zeit real? Sind Zeitreisen möglich? Kann man bereits vergangene Geschehnisse im Nachhinein noch ändern? Die Story spielt geschickt mit diesen Fragen, beschäftigt sich abwechselnd, aber nicht abschließend mit ihnen.
Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle zeigt sich wieder als wunderbarer Schauspieler. Spielend lässt er die Zuschauer durch seine Mimik an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Ich glaube, es gibt einfach keinen schlechten Film mit ihm, er gibt immer 200 Prozent, bei allem, was er macht. Und dieser Film ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle: zwischen Wut, Trauer und Freude liegen nur kurze Momente, die Jake sensationell und leichtfüßig transportiert.
Michelle Monaghan brilliert in ihrer Rolle als Christina. Insgesamt sehe ich diese Schauspielerin einfach viel zu wenig in Filmen. Sie hat eine solche Aura, mit der sie ihre Rolle und die Story trägt und transportiert, einfach toll. Sie liegt nie im Wettstreit mit der Hauptfigur und das ist gut. So hat sie ihre ganz eigenen Momente in denen sie umso mehr heraussticht.
Fazit
Jeder, der sich ab und zu philosophischen Fragen zuwendet, wird hier einen tollen Film vorfinden. Auch für Anhänger des Story-Kinos ist das ein Film. Actionfans werden nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen.