Regie: Nelson McCormick Erscheinungsjahr: 2009
Inhalt
Während Michael (Penn Badgley) in der Militärschule war, hat seine Mutter Susan (Sela Ward) einen neuen Mann kennen gelernt: David (Dylan Walsh). Erst ist Michael per se von dem Neuen genervt, nach kurzer Zeit merkt er aber, dass mit seinem neuen Stiefvater tatsächlich etwas nicht zu stimmen scheint.
Kritik
Dieser Film ist ein Remake des Films „Kill, Daddy, kill!“ aus dem Jahre 1986. Diesen hab ich allerdings nie gesehen, daher kann ich nicht sagen, inwieweit die beiden sich unterscheiden, was hier aber auch nicht diskutiert werden soll.
Ich mochte an diesem Film, dass er zwar am Anfang gleich auflöst, dass mit dem Stiefvater was nicht stimmt, wir aber sehr lange auf das Finale warten müssen, obwohl jeder ahnt, wie es ausgehen könnte. Ich mag solche Filme, die sich Zeit lassen und mit der Erwartung der Zuschauer spielen. Zugegeben, manchmal ist der Film etwas sehr klischeehaft, wenn der Stiefvater ständig „überraschend“ auftaucht. Aber besonders das Spiel von Dylan Walsh hat mich überzeugt: wie er von gruselig auf normal und zurück wechselt innerhalb von Sekunden, ja das fand ich echt beeindruckend.Ich mochte auch insbesondere die Szenen zwischen Penn Badgley und Dylan Walsh, wie hier immer eine gewisse Spannung in der Luft liegt, das hätte man noch wesentlich intensiver und länger ausbreiten können, ohne dem Film unnötige Länge zu geben.
Sela Ward als naive Mutter von drei Kindern, die einfach viel zu sehr glauben möchte, dass ihr Neuer ein absoluter Traumtyp ist, fand ich ehrlich gesagt recht realitätsnah. Auch als bei allen anderen schon die Alarmglocken angehen, verteidigt sie tapfer weiter ihren David, findet selbst sehr weit hergeholte Erklärungen für sein seltsames Verhalten, weil sie doch so sehr davon überzeugt ist, dass sie jetzt endlich etwas Gutes im Leben verdient hat. Andere Kritiker schrieben, dass Amber Heard, als Michaels Freundin Kelly, ja sehr oft im Bikini oder wahlweise Unterwäsche zu sehen ist. Dem muss ich soweit zustimmen, es kommt auch mir stellenweise übertrieben vor. Klar, sie ist nett anzusehen, aber sie hat so viel mehr auf dem Kasten, was sie in diesem Film nur sehr sehr bedingt zeigen kann, schade.
Der Film wird aus meiner Sicher hauptsächlich von Dylan und Penn getragen und das ziemlich gut. Ja, es wäre hier Luft nach oben gewesen, aber das liegt nicht an der schauspielerischen Leistung dieser beiden oder überhaupt des Casts, sondern einfach daran, wie die Story abläuft. Manche Szenen hätte man vielleicht weg nehmen können, um der Psycho-Komponente dieser zwei Charaktere mehr Raum zu geben. Die Morde hingegen spielen eigentlich fast überhaupt keine Rolle im Film.
Fazit
Ich finde den Film spannend und gut gemacht, obwohl er storytechnisch ein paar Schwächen aufweist. Er zählt insgesamt eher zu normalem Unterhaltungskino ohne zu großen Anspruch. Daher kann jeder mal rein schauen, den die Story irgendwie interessiert. Viel Spaß beim Anschauen.