Ein ganzes halbes Jahr – Filmkritik

Regie: Thea Sharrock Erscheinungsjahr: 2016

Heute so, morgen ganz anders

Will (Sam Claflin) erlebt seinen persönlichen Alptraum: er ist ein junger, erfolgreicher, attraktiver Typ, dem die Welt zu Füßen liegt. Durch einen Unfall ist er nun in einem Körper gefangen, der ihm nicht mehr gehorchen kann und den er selbst auch nicht akzeptieren kann und will. Er hasst sich, sein nunmehr sehr eingeschränktes Leben und alle die sich darin befinden.

Louisa (Emilia Clarke) ist Kellnerin in einem kleinen Café und sie ist die Lebensfreude in Person, was sie über ihre Klamotten und ihre wunderbare Mimik zeigt (Emilia Clarke finde ich wirklich sehr toll in dieser Rolle!). Leider schließt das Café und Louisa braucht einen neuen Job, der gar nicht so leicht zu finden ist. Da klingt es fast nach Urlaub, als sie das Angebot bekommt, einem körperlich behinderten Mann tagsüber etwas Gesellschaft zu leisten und dafür noch ordentlich Kohle zu verdienen. Sie zögert nicht lange.

Ich liebe dich für … immer?

Die Story, die sich hier entspinnt ist einfach rührend und wunderschön. Ja, sie ist nicht so umfangreich wie das Buch, was aber schlicht unmöglich ist, wie bei anderen Buchverfilmungen auch. Aber: dieser Film ist so nah an der Vorlage geblieben, wie es nur geht. Die Charaktere sind so, wie wir sie im Buch kennen und lieben gelernt haben.

Ich finde wirklich, dass Emilia Clarke und Sam Claflin die perfekte Besetzung für die beiden Hauptrollen sind. Zum einen liebe ich Emilias unfassbar authentische und ja, auch süße Art diese Rolle zu spielen und zum anderen schafft es Sam wirklich, uns seine Wandlung vom Fiesling zum wieder Netten glaubhaft rüberzubringen, was wirklich an ganz feinen Nuancen hängt.

Wer das Buch kennt, weiß ja bereits wie die Geschichte ausgeht, allen anderen möchte ich das jetzt hier nicht spoilern. Es gibt auf jeden Fall viele Hochs und Tiefs zu verkraften, soviel sei gesagt. Ich mag die Tatsache, dass dies keine wirklich total abgehobene Lovestory ist, die vor Kitsch und roten Rosen nur so trieft, sondern die gefühlt so ähnlich auch mal passieren könnte. Ich finde sie irgendwie recht ehrlich, trotz aller Romantik.

Fazit

Es handelt sich meiner Meinung nach um einen Must-See. Es ist ein toller Film, der die ganze Bandbreite an Gefühlen bereithält. Wer das Buch kennt, sollte den Film umso mehr schauen, man wird hier nicht enttäuscht. Viel Spaß!

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