
Regie: Xan Cassavetes Erscheinungsjahr: 2012
Interview mit dem Vampir
Paolo (Milo Ventimiglia) ist ein junger Autor, der gerade an einem neuen Werk arbeitet, als er Djuna kennen lernt. Sie ist sehr attraktiv und auch sehr geheimnisvoll, sodass er nicht von ihr los kommt, selbst als sie ihn versucht los zu werden. Er bleibt aber dran und alsbald findet er heraus, dass sie ein Vampir ist. Diese Erkenntnis hat nur kurz Zeit, sich zu setzen, da wird er auch schon selbst zum Vampir. Fortan leben die zwei ein recht konservatives, aber glückliches Leben. Bis Djunas Schwester auftaucht und den Laden mal ordentlich aufmischt.
Join me in death
Dieser Film, der offiziell im Genre Horror angesiedelt ist, ist doch eher ein Vampir-Softporno im besten Sinne. Bitte nicht falsch verstehen, es handelt sich wirklich nicht um eine billige Klamotte, die uns mit ein paar Liebesszenen schmackhaft gemacht werden soll. Im Gegenteil: der Film ist wirklich mit viel Herzblut entstanden, so hatte ich den Eindruck.
Man muss zum Beispiel den Soundtrack ganz einfach lieben, er ist so toll, so passend, so unterschiedlich. Einen der Songs hatte ich zeitweise als Handyklingelton, weil er mir so gut gefallen hat. Der Film packt jede Szene mit großer Geste an: immer wird alles recht ausladend inszeniert: die Charaktere und deren Entwicklung haben viel Screentime. Es geht nicht um Nebensächlichkeiten, sondern immer um die Geschichte der Hauptfiguren.
Obwohl er kein echter Retrofilm ist (MacBook lässt grüßen 😉 ) schafft er es doch, eine solche Stimmung zu transportieren. Alles ist in leichtem Sepia gehalten, Djuna hat einen Faible für alte Filme und kennen lernt man sich in der Videothek. Man bekommt also beim Zuschauen wirklich das Feeling rüber, dass diese Vampire schon seit einigen hundert Jahren leben (oder eher untot sind?!) und natürlich deshalb auch an einigen nostalgischen Dingen festhalten. So wirkt zum Beispiel eine Party auch recht katholisch.
Fazit
Jeder und jede, die Vampirgeschichten mögen, werden diesen Film sicher auch mögen. Ansonsten ist das ein Film für Freunde des Arthouse- Kinos. Ich wünsche viel Spaß.