End Of Watch – Filmkritik

Regie: David Ayer Erscheinungsjahr: 2012

Don‘t move!

End Of Watch nimmt uns mit in den Alltag zweier Cops auf den Straßen von Los Angeles. Officer Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Officer Miguel Zavala (Michael Peña) sind dabei in den Stadtteilen unterwegs in denen es regelmäßig zur Sache geht, Bandenkriege und Drogenbosse sich Kämpfe liefern. Die beiden Officers sind dabei nicht nur Kollegen sondern auch beste Freunde, die trotz aller Ernsthaftigkeit ihres Jobs richtig viel Spaß haben und auch privat viel Zeit miteinander verbringen.

Der Film wechselt dabei von spaßigen Szenen mühelos in ernsthafte Szenen, dass drei verschiedene Kameratypen verwendet werden ist einfach ein Geniestreich des Regisseurs. Der Zuschauer fühlt sich richtig mitten im Geschehen, sieht und fühlt und erfährt, was die beiden Cops sehen, fühlen, erleben. So erzählt End Of Watch die Story für etwa Dreiviertel des Films, als plötzlich der große Showdown uns überrascht. Und der überrascht wirklich, uns als Zuschauer genauso wie die beiden Cops.

He‘s my brother…

Ehrlicherweise war ich skeptisch dem Film gegenüber. Irgendwie sind Filme über und mit Cops entweder ziemlich gut oder ziemlich schlecht. Grautöne scheint es kaum zu geben.

Aber die Art wie der Film gedreht wurde und auch der sagenhafte Soundtrack hatte mich quasi schon nach 15 Minuten völlig in den Flow gezogen. Ich dachte mir nur, Mann, der Film hat sowas von Potential, der kann richtig gut werden! Und er ist es. Er ist nicht nur ziemlich gut, er ist verdammt gut, meiner Meinung nach. Er portraitiert nicht nur das recht authentische Leben eines Cops, er lässt uns auch an einer richtigen Männerfreundschaft teilhaben, frei von irgendwelchen Klischees und stupiden Stereotypen, die wir alle schon viel zu oft gesehen haben und die uns all, sind wir mal ehrlich, doch einfach nur noch langweilen.

An dieser Stelle möchte ich noch die Nebendarsteller erwähnen, die dem Film die richtige Würze geben, sei es der fiese Vorgesetzte mit den derben Sprüchen oder die beiden Frauen an der Seite der beiden Cops. Es ist eigentlich kaum zu fassen, dass dieser Film in nur etwa 20 Tagen gedreht wurde.

Fazit

Ein guter Film. Ein sehr sehr guter Film. Einfach Angucken.

Hinterlasse einen Kommentar