
Regie: David Fincher Erscheinungsjahr: 2007
The most dangerous game…
Ein Serienkiller treibt sich in San Francisco herum und die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Es gibt hunderte Akten und noch mehr Verdächtige und der Mörder wird einfach nicht gefunden. Dieser schickt immer wieder Briefe an verschiedene Zeitungen sowohl mit handschriftlichen Texten, als auch mit Rätseln. Auch beim San Francisco Chronicle gehen solche Briefe ein und dort arbeitet Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) als Karikaturenzeichner. Doch schon bald kriegt er Wind von der Sache und hängt sich bald völlig rein. Er hat sich in den Kopf gesetzt, diesen Fall zu knacken. Dafür ist er bereit recht viel zu opfern. Er ist ein ziemliches cleveres Kerlchen und er arbeitet noch lange an dem Fall weiter, als die Police Departments schon lange das Handtuch geworfen haben.
We need evidence!
Gleich vorneweg: für diesen Film braucht man Sitzfleisch. Die Laufzeit von 160 Minuten ist nichts für einen kurzweiligen Abend, aber: es lohnt sich. Wir haben hier ein wirkliches Star-Aufgebot (Robert Downey jr., Mark Ruffalo, u.a.) und in diesem Film funktioniert das auch. Oft hat man den Eindruck, je mehr Stars in einem Film zusammengebracht werden, umso dünner ist die Story, aber nicht hier. Wir verfolgen zunächst hauptsächlich der Ermittlungsarbeit des S.F.P.D.‘s, das wie gesagt, ewig im Dunkeln tappt, denn die Beweislage ist dünn und es gibt einfach zu viele Verdächtige und zu wenige Opfer, genau genommen nur eines, das den Täter identifizieren könnte.
Irgendwann kommt Robert Graysmith mehr in den Mittelpunkt, er investiert viel Zeit, um sich mit dem Fall zu beschäftigen. Er findet Zusammenhänge heraus, die die Polizei nicht finden konnte. Was ich hier besonders gut finde: Der Zuschauer findet diese gemeinsam mit dem Protagonisten, wir sind also permanent gefühlt mittendrin dabei. Während der Spurensuche kommt es zu einer Begegnung, bei der ich wirklich den Atem angehalten habe, die mich wirklich sehr gepackt hat und die die Spannung dermaßen ins Unermessliche steigert. Für mich die beste Szene im ganze Film. Ich möchte sie nicht spoilern, aber alle, die den Film gesehen haben, sollten jetzt wissen, welche ich meine.
Fazit
Man muss diesen Film sehen. Er ist genial gemacht, starbesetzt und einfach mal richtig gut gespielt.