Regie: Michael Sucsy Erscheinungsjahr: 2018
Täglich grüßt das Murmeltier…
Ist nicht die Idee, die hinter diesem Film steckt, obwohl sie doch irgendwie nicht unähnlich ist: A wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf, in welchem und wo, das ist nicht beeinflussbar, doch das Alter ist immer ähnlich. So geht das also Tag für Tag, bis er schließlich in Justins (Justice Smith) Körper aufwacht und dessen Freundin Rhiannon (Angourie Rice) kennen lernt. Sie verbringen einen wunderbaren Tag zusammen und jetzt ist A in der Zwickmühle: erstmal möchte er in seinem Leben in einem Körper bleiben, nicht mehr wechseln. Doch erst muss er das mal Rhiannon beibringen.
Bäumchen wechsel dich
A braucht also einige Tage, um Rhiannon seine Situation zu verdeutlichen, sie ist erst nicht besonders überzeugt, aber durch einige Details, die sonst keinem bekannt sind (Klischee!), gewinnt A schließlich doch noch ihr Vertrauen.
Während die beiden ihre Romanze ausleben, retten sie noch schnell ein Leben, finden kurz mal heraus, wie A doch länger als einen Tag in einem Körper bleiben kann und all das führt dazu, dass der geneigte Zuschauer sich irgendwie ein bisschen durch die Story gehetzt fühlt und auch nach dem Filmgenuss nicht wirklich sagen kann, warum Rhiannon sich eigentlich in A verliebt hat. Was war da konkret zwischen den beiden? Der Film lässt uns dahingehend kaum Einblicke nehmen, schade. Auch dass A plötzlich doch in einem Körper bleiben kann, wird für meine Begriffe viel zu schnell abgehakt.
Letztendlich fand ich es recht frustrierend, dass A am Ende den Moralischen bekommt und statt sein Glück mal für mehr als drei Tage zu genießen, gleich alles hinschmeißen will. Mir war an diesem Film so ziemlich alles einfach ne Spur zu oberflächlich, aus der Grundidee und der Buchvorlage hätte man so viel mehr machen können, was ich einfach nur schade finde. Dieser Film reiht sich damit in die Riege der Filme ein, die aus meiner Sicht an der Buchvorlage gescheitert sind und dieser nicht gerecht werden konnten.
Fazit
Ja sicher, man kann den Film gucken und er bietet durchaus eine interessante Grundidee, die einen auch zum Nachdenken anregen kann. Wie gesagt, verblasst aber die Handlung und die Hintergrundstories der Figuren recht schnell, wenn der Film vorbei ist. Vielleicht sollte man sich lieber dem Buch zuwenden, wenn man das Thema spannend findet. Wer sich einfach nur einen Abend unterhalten lassen möchte, der wird wahrscheinlich zufrieden sein.
Wie gesagt: Schade, dass dir der Film so wenig gefallen hat. Ich fand ihn auch nicht überragend, doch habe ich ihn zumindest ein wenig positiver in Erinnerung. Das Buch dagegen hatte mich damals doch sehr beeindruckt.
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Ja, ich kann mir da nicht helfen, wenn die Bücher immer so toll sind und die Filme daneben dann eben so gar nichts wirklich hergeben. Ich finde, man hätte so so viel mehr daraus machen können, daher meine Enttäuschung darüber.
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